DKIM einrichten: Anleitung, DNS-Eintrag und Beispiele
DKIM versieht Ihre ausgehenden E-Mails mit einer kryptografischen Signatur. Der Empfänger kann damit prüfen, ob die Nachricht wirklich von Ihrer Domain autorisiert ist und unterwegs nicht verändert wurde. Diese Anleitung erklärt, wie DKIM funktioniert, wie der DNS-Eintrag aufgebaut wird und wie Sie DKIM Schritt für Schritt korrekt einrichten: Einer der Bausteine für einen funktionierenden DMARC-Schutz.
Was ist DKIM?
DKIM (DomainKeys Identified Mail) ist ein Standard zur E-Mail-Authentifizierung, der jede ausgehende Nachricht mit einer kryptografischen Signatur versieht. Der sendende Server signiert die E-Mail mit einem privaten Schlüssel; der passende öffentliche Schlüssel liegt als Eintrag im DNS Ihrer Domain. Der Empfänger prüft die Signatur gegen diesen Schlüssel und stellt so fest, ob die Nachricht von Ihrer Domain autorisiert wurde und unterwegs unverändert blieb. DKIM ist in RFC 6376 beschrieben.
Anders als SPF, das nur den sendenden Server prüft, sichert DKIM den Inhalt der Nachricht ab – und übersteht Weiterleitungen, weil die Signatur mit der E-Mail mitreist.
Wie funktioniert DKIM?
- Privater Schlüssel: liegt bei dem System, das sendet, also beispielsweise Ihr Mailserver oder der Dienst, der in Ihrem Namen E-Mails sendet, und signiert jede ausgehende Nachricht. Der private Schlüssel verlässt den Dienst nie.
- Öffentlicher Schlüssel: wird als DNS-Eintrag unter einem Selector veröffentlicht. Der Empfänger findet ihn über die
im Nachrichtenkopf und kann damit die Signatur verifizieren.DKIM-Signature
< selector>._domainkey.< ihredomain.de>
. d= in der DKIM-Signatur) sollte zu Ihrer sichtbaren Absender-Domain passen, denn sonst besteht die Nachricht DKIM zwar technisch, aber DMARC nicht. DKIM Schritt für Schritt einrichten
- Aktivieren Sie DKIM für jeden sendenden Dienst. Sie brauchen für jeden Dienst, der über Ihre Domain sendet (Mailserver, M365/Google Workspace, CRM/Newsletter, ERP …) eine eigene DKIM-Konfiguration. Der Anbieter stellt dazu Selector und Schlüssel (bzw. einen CNAME) bereit.
- Öffentlichen Schlüssel im DNS veröffentlichen. Legen Sie den vom Anbieter genannten Eintrag unter
als TXT-Record oder (häufig) als CNAME auf dem Schlüssel an, den der Anbieter verwaltet.< selector>._domainkey.ihredomain.de - Aktivieren und testen Sie die Signierung. Prüfen Sie, ob alle ausgehenden Nachrichten eine gültige
tragen und somit die Prüfung besteht.DKIM-Signature - Auf die Ausrichtung achten. Wo es möglich ist, konfigurieren Sie den Dienst so, dass
zu Ihrer Absender-Domain passt (eigene [Sub-]Domain) Voraussetzung für den DMARC-Erfolg.d=
Der DKIM-DNS-Eintrag im Detail
selector1._domainkey.ihredomain.de. IN TXT "v=DKIM1; k=rsa; p=<öffentlicher-Schlüssel>"
Viele Anbieter arbeiten stattdessen mit einem CNAME, damit die Schlüsselrotation bei ihnen liegt:
selector._domainkey.ihredomain.de. IN CNAME selector.dienstleister.example.
Feld
v k p Bedeutung
DKIM1 rsa der öffentliche Schlüssel (Base64)
Empfehlung: 2048-bit-Schlüssel (mindestens 1024) und regelmäßige Schlüsselrotation über wechselnde Selectors.
Häufige Fehler
- DKIM nur für den Hauptmailserver aktiviert: andere sendende Dienste bleiben unsigniert und scheitern später an DMARC.
- Falscher/vertippter Selector: der öffentliche Schlüssel wird nicht gefunden.
- Schlüssel zu kurz: 1024 Bit gelten als schwach; 2048 Bit verwenden.
- Fehlende Ausrichtung:
passt nicht zur Absender-Domain, DMARC scheitert trotz gültiger Signatur.d= - Langer Schlüssel im TXT-Record falsch aufgeteilt: bei 2048 Bit auf korrektes Handling langer Records achten.
DKIM, SPF und DMARC im Zusammenspiel
DKIM ist einer von drei Bausteinen. SPF legt fest, welche Server senden dürfen; DMARC verbindet SPF und DKIM zu einer durchsetzbaren Richtlinie und liefert Reports. Die Unterschiede erklärt SPF vs. DKIM vs. DMARC.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist DKIM?
Wie richte ich DKIM ein?
< selector>._domainkey.ihredomain.de veröffentlichen, Signierung aktivieren und die Prüfung testen. 
