SPF, DKIM und DMARC: Wo ist der Unterschied?

SPF, DKIM und DMARC sind die drei Standards der E-Mail-Authentifizierung. Sie werden oft verwechselt, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben: SPF prüft den sendenden Server, DKIM prüft die Signatur der Nachricht und DMARC verbindet beide und legt fest, was bei einem Fehlschlag passiert. Diese Seite erklärt die Unterschiede und zeigt, warum Sie alle drei konfigurieren sollten.

Kurz erklärt: Was ist SPF, DKIM und DMARC

  • SPF legt fest, welche Server in Ihrem Namen senden dürfen.
  • DKIM stellt per Signatur sicher, dass die Nachricht unterwegs nicht verändert wurde und wirklich von Ihrer Domain autorisiert ist.
  • DMARC verbindet SPF und DKIM, verlangt, dass sie zur sichtbaren Absender-Domain passen (Alignment), und legt fest, was mit E-Mails passiert, die dieses nicht bestanden haben und erstellt ein Reporting.

  

Aufgabe

Methode

Schützt vor

DNS-Eintrag

Details

SPF

Welche Server dürfen senden?
Abgleich des sendenden Servers mit einer erlaubten Liste
Versand über nicht autorisierte Server
TXT (
v=spf1 …
)

DKIM

Ist die Nachricht echt & unverändert?

Kryptografische Signatur, Prüfung per öffentlichem Schlüssel
Manipulation & Signatur-Fälschung
TXT (
selector._domainkey
)

DMARC

Was passiert bei Fehlschlag?
Verknüpft SPF/DKIM + Ausrichtung + Richtlinie + Reports
Spoofing der sichtbaren Absender-Domain
TXT (
_dmarc
)

SPF, DKIM und DMARC im Detail

SPF prüft die technische Absenderadresse des Servers (Return-Path) gegen eine von Ihnen eine Liste erlaubter Quellen / Services, die Sie im DNS hinterlegen. Allerdings bricht die Prüfung bei Weiterleitungen.

DKIM versieht jede E-Mail mit einer kryptografischen Signatur; der Empfänger prüft sie gegen Ihren öffentlichen Schlüssel, der ebenfalls im DNS hinterlegt wird. Anders als SPF übersteht DKIM Weiterleitungen.

DMARC kombiniert die beiden und bildet eine Klammer: eine E-Mail besteht DMARC, wenn SPF oder DKIM besteht und zur sichtbaren Absender-Domain ausgerichtet ist. DMARC legt zusätzlich die Richtlinie (
none
/
quarantine
/
reject
) fest, was mit E-Mails passiert und liefert Reports.

Wie die drei zusammenspielen

SPF und DKIM sind die Prüfmechanismen, DMARC macht daraus eine durchsetzbare Richtlinie. Ohne DMARC gibt es weder Ausrichtung, noch Reporting, noch eine klare Handlungsanweisung an den Empfänger. Ohne SPF/DKIM fehlt DMARC die Grundlage. Erst zusammen ergeben die drei einen wirksamen Schutz.

Welche benötigen Sie?

Alle drei. SPF und DKIM richten Sie zuerst ein, DMARC baut darauf auf. Die praktische Einführung – von
p=none
bis
p=reject
– beschreibt unser Artikel DMARC einrichten.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen SPF, DKIM und DMARC?

SPF prüft, welche Server senden dürfen. DKIM prüft per Signatur, ob die Nachricht echt und unverändert ist. DMARC verbindet beide, verlangt die Ausrichtung zur sichtbaren Absender-Domain und legt fest, was mit nicht bestandenen E-Mails passiert.
Ja. DMARC benötigt SPF und/oder DKIM als Grundlage — allein funktioniert DMARC nicht.
Zuerst SPF und DKIM, danach DMARC (im Modus
p=none
), dann die Richtlinie schrittweise verschärfen.

Meist wegen fehlender Ausrichtung: SPF oder DKIM bestehen zwar technisch, passen aber nicht zur sichtbaren Absender-Domain – oder eine Weiterleitung hat SPF gebrochen.

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